Zementestrich (CT)

Überwiegender Einbau als Fließestrich

Bei der Sanie­rung oder beim Bau von Woh­nun­gen wer­den unter­schied­li­che Arten von Est­rich ver­baut. Unter­schie­den wer­den die ver­schie­de­nen Est­ri­ch­ar­ten nach ein­ge­setz­tem Bin­de­mit­tel und der Ein­bau­wei­se. Für die meis­ten mine­ra­li­schen Est­ri­che wer­den Was­ser und Sand zusam­men mit einem Bin­de­mit­tel genutzt. Vor­wie­gend kom­men hier Zement oder Cal­ci­um­sul­fat zum Ein­satz. Zudem wird zwi­schen kon­ven­tio­nel­lem und Fließ­estrich unter­schie­den. Die Bin­de­mit­tel haben gro­ßen Ein­fluss auf die Eigen­schaf­ten des Est­richs, nicht nur wäh­rend des Ein­baus, son­dern auch bei even­tu­el­len Wasserschäden.

Hydraulischer Abbindeprozess

Zement­est­rich bin­det, im Gegen­satz zu Cal­ci­um­sul­fa­t­est­rich nicht kris­tal­lin, son­dern hydrau­lisch ab. Der Zement bil­det mit dem Was­ser einen Zement­leim, der die ein­zel­nen Bestand­tei­le des Est­richs mit­ein­an­der ver­klebt. Die­ser Abbin­de­pro­zess dau­ert beim Zement­est­rich deut­lich län­ger als beim Cal­ci­um­sul­fa­t­est­rich. So ist Zement­est­rich frühs­tens nach 7 eher nach 10 Tagen begeh­bar. Vor­her darf der Zement­est­rich kei­ner Zug­luft aus­ge­setzt wer­den, da es sonst durch den stär­ke­ren Was­ser­ent­zug zur „Schüs­se­lung“ des Est­richs kom­men kann.

Mehr zur Trock­nung von Est­ri­chen im Neubau

Wie auch der Cal­ci­um­sul­fa­t­est­rich, darf auch der Zement­est­rich bei der Her­stel­lung nicht käl­ter als 5 °C wer­den und soll­te auch nach dem Ein­bau min­des­tens 3 Tage die 5 °C nicht unter­schrei­ten. Eine tech­ni­sche Trock­nung soll­te zur Ver­mei­dung von Trock­nungs­schä­den frühs­tens nach 14 Tagen begin­nen. Auch wenn ein Zement­est­rich die Aus­gleichs­feuch­te erst nach Jah­ren erreicht, kann ohne tech­ni­sche Trock­nung in der Regel nach 4 bis 8 Wochen mit dem Bele­gen begon­nen werden.

Verhalten von Zementestrich beim Wasserschaden

Wird der Zement­est­rich infol­ge eines Was­ser­scha­dens nass, star­tet der Abbin­de­pro­zess durch noch ver­füg­ba­res Bin­de­mit­tel und Sand erneut. Dies scha­det dem Est­rich nicht. Der Zement­est­rich gewinnt dadurch wei­ter an Här­te. Die­ser Vor­teil erlaubt es, Zement­est­rich in Berei­chen mit erhöh­tem Feuch­te­auf­kom­men ein­zu­bau­en. So wird Zement­est­rich oft im Außen­be­reich, in Feuch­träu­men, Gara­gen und Kel­lern verbaut.

Berech­nung der Trock­nungs­zeit im Neubau

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